Menü Schließen

Offener Brief - Gesundheit ist der Zustand eines positiven Lebensgefühls!

Liebe Vereinskolleg*innen,
Sehr geehrte Damen und Herren,
 
der dauerhafte Lockdown hinterlässt langsam aber sicher deutliche Spuren!
Es scheint, dass ein gewisses positives Lebensgefühl und damit auch die physische und psychische Gesundheit immer mehr Rückschläge erleidet.

Seit dem Frühjahr 2020 müssen wir mit einer absoluten Ausnahmesituation leben. Zu jeder Zeit haben wir alle Möglichkeiten geprüft und umgesetzt, um mit entsprechenden Hygiene- und Schutzkonzepten möglichst vielen von euch unseren Sport anbieten zu können. Jede Änderung haben wir unter hohem Aufwand gewissenhaft beachtet und umgesetzt.
Die derzeitige Situation hält für uns bedingt durch die CoronaSchV seit November 2020 an. Seit dem, ist es für einen Großteil von uns unmöglich unserem Sport nachzugehen. Trotz aller Anstrengungen und Bemühungen unsererseits hinsichtlich jeglicher Umsetzung und Einhaltung der allgemein anerkannten Hygieneschutzkonzepten, ist es uns verboten kontaktlosen Hallensport auszuüben.

Gerade erst durften unsere Schüler und Jugendlichen unter 14 Jahren, unter strengsten Bedingungen in Gruppen von 20, dann von 10 Sport draußen ausüben.
Unser Verein ist durch das verabschiedete Infektionsschutzgesetz dazu gezwungen, aus sportlicher Sicht eine Rolle rückwärts zu machen.
Die einsetzende Notbremse zwingt uns dazu unsere Kindergruppen auf 5 zu reduzieren, die dann unter Abstand, draußen Sport machen dürfen. Dieses Betreuungsverhältnis ist für uns als kleiner Verein kaum möglich umzusetzen.

Für unsere Jugendlichen und Erwachsenen fehlt jegliche Perspektive! Neben dem geringen Anteil von Hochleistungssportlern, der trainieren darf sind alle anderen per Gesetz von der Ausübung unserer Sportart abgehalten. Die aktuelle Situation hält noch mindestens bis zum 30.06.2021 an!

Diese Entwicklung ist durchaus kritisch zu sehen! Fehlende Bewegung, fehlender Austausch durch die direkten sozialen Kontakte, trifft insbesondere Kinder und Jugendliche auf negative Weise in ihrer persönlichen Entwicklung und ihrer Gesunderhaltung. Die Folgen sind schwer abzuschätzen.

Wir sehen in unserem Vereinsleben heute und auch in Zukunft einen Beitrag die physische und psychische Gesundheit in unserer Gesellschaft positiv zu beeinflussen. Der gesellschaftliche und sportliche Austausch unter Einhaltung der Corona-Schutzmaßnahmen kann durchaus miteinander vereinbar sein, dies hat unser Training unter den gegebenen Rahmenbedingungen im letzten Jahr gezeigt.

Die Ausblendung des Vereinssportes mit all seinen Mitgliedern außerhalb des Leistungssports im Rahmen des Infektionsschutzgetzes ist für uns enttäuschend und stellt uns vor riesige Hürden. Wir haben dort offenbar keine Stimme.

Wir sehen große Probleme für unseren Sport und unseren gesellschaftlichen Zusammenhalt im Verein. Gerne würden wir mit euch kraftvoll nach vorn blicken! Dazu müssen allerdings erst Perspektiven für uns geschaffen werden! Wir hoffen auf eine aktive Gestaltung dieser Perspektiven durch unsere Zuständigen Politiker*innen.

Euer Vorstand,
Ihr 1. BV Mülheim