29.04.2017 - Neuzugang Dmytro "Dima" Zavadsky

 

Zugegeben, das Wort Neuzugang passt hier nicht ganz, denn er war auch in der Saison 2016/2017 weiterhin ein Teil des Teams. Dennoch ist er für den 1. BV Mülheim ein gefühlter Neuzugang, da er nach der letzten Saison eine verletzungsbedingte Pause einlegen musste. Seit Anfang des Jahres hat er allerdings das Training wieder aufgenommen und steigert das Pensum kontinuierlich. Mit seinem Kampfgeist avancierte Dima in der Vergangenheit schnell zum Publikumsliebling.

 

Dima bezeichnet den Verein herzlich als "große Familie", nicht umsonst ist er bereits seit der Saison 2012/2013 für uns ununterbrochen spielberechtigt.

 

2012 heuerte Dmytro Zavadsky beim deutschen Rekordmeister an. Nachdem im Jahr zuvor die erste Mannschaft den Sprung in die Bundesliga schaffte und sich sogleich mit Platz sechs im Mittelfeld etablierte, sollte mit seiner Verpflichtung der nächste Schritt nach vorn gemacht werden. Und dass der damalige Trainer Boris Reichel damit ein glückliches Händchen bewies, zeigte sich in den folgenden Spielzeiten. Zu zwei Vizemeisterschaften und einem dritten Rang trug der ukrainische Einzelspezialist maßgeblich bei. Seine Nervenstärke und seinen Kampfeswillen schien er vor allem im dritten Durchgang unter Beweis stellen zu wollen. Denn besonders im alles entscheidenden Satz zeigte er des Öfteren seine internationale Klasse. Dem Mülheimer Publikum bleibt der 1. Mai 2014 unvergessen, als Dima vor heimischem Publikum den deutschen Serienmeister, Marc Zwiebler, mit 21-18 und 21-13 im Halbfinale um die deutsche Mannschaftsmeisterschaft deklassierte.

 

Der 28-jährige Profisportler debütierte 2005 bei den Czech International auf dem internationalen Parkett. Der Höhepunkt seiner Laufbahn war unbestritten die Olympiateilnahme 2012 in London. Im Laufe seiner langen Karriere kletterte er im Jahr 2014 bis auf Platz 40 in der Einzelweltrangliste. Da er auch ein exzellenter Doppel- und Mixedspieler war, kam er auch in diesen beiden Disziplinen unter die TOP50 in der Welt.

 

Seine Bescheidenheit und sein stets heiteres Gemüt machten ihn bei Jung und Alt populär. Im Profisport gibt es viele Söldner, die ihren Werdegang allein nach dem zu verdienenden Geld festlegen. Eine Identifikation mit den Vereinen findet bei diesem Spielertyp kaum statt. Dass Dima nicht so denkt, unterstreicht sein Statement: „Of course, I wanted to continue to play at all and play in OUR club. Because for me you all like a family and not as just a city for which I stand over the years.”

 

Der 1. BV Mülheim freut sich wahnsinnig, dass er wieder gesund ist und in der nächsten Saison wieder für uns auf dem Court stehen wird.

 

Demnach stehen in der kommenden Saison erstmals drei nominelle Einzelspieler im Bundesligakader. Der Verein verspricht sich dadurch mehr Flexibilität, Qualität und mehr Tiefe für die gesteckten Ziele der kommenden Spielzeit.

 

Wir freuen uns auf dein Comeback, Dima!

 

 

Autoren: Steffen Hohenberg / Kai Kulschewski
Foto: Marc Pastoors


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Veröffentlicht
08:49:00 29.04.2017